Badminton Erwachsene

Training
Erwachsene Mittwoch

20.00 Uhr - 22.00 Uhr

Das Training findet in der Turnhalle an der Haupt- und Realschule statt.

Wir sind eine buntgemischte Gruppe, die regelmäßig die Federbälle in Suderburg zum Fliegen bringt. Anfänger, Hobbyspieler und Profis. Egal ob jung oder alt. Spaß und die Lust am Schlagen eines Federballes gehört bei uns zum Badminton dazu.

Über Verstärkung, Interessierte und Ausprobierer freuen wir uns jederzeit.

Lust auf ein Badmintonmatch ? – dann kommt vorbei.Zwinkern

„Spaß“-Mannschaftsturnier in Berlin 2019

Geschrieben von Bastian Kreykenbohm am .

Von der Heide in die Hauptstadt.

„Berlin Calling“, unter diesem Motto könnte das Wochenende vom 12.10 – 13.10.19 gestanden haben. Die Stadt an der Spree lud zu einem ganz besonderen Turnier, das sich der Suderburger Bastian nicht nehmen lassen wollte. Das „Spaß"-Mannschaftsturnier bot ein komplettes Wochenende lang über hundert Spielern aus mehreren Bundesländern und drei Nationen ein sportliches Zuhause.

Von meinen Freunden aus Magdeburg aufmerksam gemacht worden, ging es für mich in den frühen Morgenstunden des 12.10. in Richtung Bundeshauptstadt, mit einem Zwischenstopp auf halber Strecke in Magdeburg, von wo aus eine Fahrgemeinschaft mit Michael Claus und Doreen Laudon gebildet wurde. Gemeinsam setzte sich die eine Hälfte des sechsköpfigen Teams in Bewegung. Die andere Hälfte in Person von Carolin, Ronny sowie Robert näherten sich von Wettin bzw. Bernburg aus dem erklärten Reiseziel Berlin. Dieses befand sich im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.
Vor den Toren Berlins - Gleich sind wir da!

Jede Mannschaft sollte sich bei der Anmeldung einen eigenen Teamnamen geben. Die Niedersachsen/ Sachen-Anhalt Kombi taufte sich auf den Namen MaSuBeWe – Freunde des toten Federviehs, sodass die Herkunft jedes Mannschaftsmitglieds vertreten war (Magdeburg, Suderburg, Bernburg, Wettin).

Das Team von MaSuBeWe....

(v.l.: Robert, Bastian, Carolin, Doreen, Michael, Ronny)

Das war in Sachen Kreativität jedoch kein Vergleich zu manch anderen Mannschaftsnamen, wie sich während des Turniers zeigte. Unser absoluter Namensfavorit stand uns sogar gleich als erster Turniergegner gegenüber. Wie der Name lautete? Dazu später mehr.

Insgesamt waren 24 Teams am Start, zwei davon sogar international. Neben einem Team aus Polen war auch eine Gruppe aus Frankreich vertreten, die weit mehr als 1000km Anfahrtsstrecke auf sich nahm.

Spielmodus
Das Teilnehmerfeld verteilte sich auf vier Spielklassen (A-D):

Spielklasse A: Vier Mannschaften

Spielklasse B: Acht Mannschaften

Spielklasse C: Acht Mannschaften

Spielklasse D: Vier Mannschaften

In jeder Gruppe wurde der Gruppensieger nach dem Schweizer System in drei Spielrunden ermittelt.

Es wurden wie in der Meisterschaft/ deutschem Ligasystem (Punktspielbetrieb) acht Spiele pro Begegnung ausgetragen (1 DD, 1 DE, 1 MX, 2 HD, 3 HE), mit 2 Gewinnsätzen bis 21. Jeder Spieler einer Mannschaft durfte maximal in zwei Disziplinen pro Begegnung antreten.

Wir entschieden uns vor Beginn der ersten Runde mit folgender Aufstellung in den Wettkampf zu gehen, die wir bis zum Ende des Turniers beibehielten:
1. HD:  Ronny + Robert
2. HD:  Michael + Bastian
DD:      Doreen + Carolin
DE:      Carolin
MX:      Michael + Doreen
1. HE:   Ronny
2. HE:   Robert
3. HE:   Bastian

Wir traten in der C-Klasse an. Eigentlich hatten wir uns eine Teilnahme an der D-Klasse vorgestellt, weil uns die Spielstärke des Teilnehmerfeldes unbekannt war, doch Mannschaftsführer Michael, der uns für dieses Event angemeldet hatte, ließ sich kurzerhand vom Veranstalter dazu überreden, doch eine Spielklasse höher anzutreten. Da jedes Team unabhängig der Matchausgänge drei Spiele zugesichert bekam und somit jede Mannschaft auf die gleiche Anzahl an Spiele kommen konnte, war diese kurzfristige Änderung zu verkraften, wenngleich natürlich die Frage nach Erfolgschancen in einer höheren Spielklasse wie diese über unseren Köpfen schwebte. Die Mannschaft, welche die meisten der acht Spiele für sich entschied, gewann die Begegnung und zusätzlich zwei Punkte in der Tabelle. Bei einem Unentschieden (4:4) erhielten beide Mannschaften jeweils einen Punkt.

Gespielt wurde an beiden Tagen in zwei Sporthallen. Laut Veranstalter war es vorgesehen, dass jedes Team einmal in beiden Hallen antreten sollte. Glücklicherweise blieb uns das „Räumchen-Wechsel-dich-Spielchen“ aber erspart und wir wurden das gesamte Turnier über in der Haupthalle geduldet. In dieser befanden sich 12 Spielfelder, von denen ein Feld jedoch als Einspielfeld/ Warm-Up-Feld verwendet wurde. Damit jedes Team spielen konnte, wurde jeder Begegnung ein Feld zugeteilt, auf dem die acht Disziplinen nacheinander ausgetragen wurden.
Unsere sportliche Heimat für zwei Tage - die  Harald-Mellerowicz-Sporthalle....
 

TAG 1

Nun wie versprochen zu unserem ersten Match gegen ein Team, dessen Name für uns zu den absoluten Highlights gehörte: „Old Schmetterhand & Winningtoo“. Dass nicht nur der Name unschlagbar gut gewesen war, mussten wir leider auch sportlich gesehen kurz darauf erfahren.

Spiel 1
vs. Old Schmetterhand & Winningtoo
Schnell wurde uns klar, dass wir es hier mit einem Titelkandidaten zu tun hatten. Alle acht Spiele wurden verloren, lediglich Robert und ich zwangen unsere Gegner im Einzel in den dritten Satz. Mit 8:0 waren die Verhältnisse schnell geklärt. Jedoch gingen wir jedes Spiel seriös an und gaben unser Möglichstes. Doch unsere Gegner aus Hamburg waren eben auf einem anderen spielerischen Level, als wir. Und das nicht nur wir wenig spielerische Antworten fanden, zeigte sich am Ende des zweiten Tages bei der Siegerehrung. Die „Schmetterhände“ gewannen ohne Niederlage (Zwei Siege, ein Remis) den Titel in der C-Klasse. Robert und ich waren in unseren Einzeln nah dran, unsere Matches zu drehen und Schadensbegrenzung zu betreiben, doch fehlte es an Konstanz über diese Distanz. Ohne Groll, sondern mit fairer Anerkennung der gegnerischen Leistung richteten wir mit erhobenem Haupt den Blick auf unsere bevorstehende zweite Begegnung.
Schmerzhaft beim Draufgucken: Das Endergebnis dieser Begegnung....

Spiel 2
vs. Der Klügere kippt nach
Durch unsere Niederlage in der ersten Runde trafen wir nun auf ein Team, das in Runde eins ebenfalls recht deutlich verloren hatte. Somit rechneten wir uns nach der schweren Auftakthürde nun eine machbare Aufgabe aus. Und tatsächlich schien es sich auch so zu entwickeln. Ronny und Robert eröffneten die Begegnung mit dem ersten Herrendoppel und gewannen dieses überraschend deutlich mit 21:11 und 21:17. In wirklich große Gefahr gerieten unsere beiden „Smashbrothers“ in diesem Match nicht.
       
Unsere beiden Damen Doreen und Carolin zogen im Damendoppel nach. Allerdings taten sie sich im Vergleich zu den beiden Herren im ersten Satz etwas schwerer. Mit 22:20 konnte dieser haarscharf gewonnen werden. Beide begründeten dieses Ergebnis hinterher mit der teils ungewöhnlichen Spielweise der Gegnerinnen. Im zweiten Satz ließen sie dann nichts mehr anbrennen und zogen mit einem 21:15 nach.
 
Während dessen starteten auch Michael und ich in unser Herrendoppel. Und nach einem überzeugendem Match von Ronny und Robert, einem etwas engerem Match von Doreen und Carolin, mussten wir beide es natürlich wieder noch knapper machen. Nach einem souveränen 21:15 „verdaddelten“ wir den zweiten Satz mit 17:21 und mussten uns in einen Entscheidungssatz begeben. Für mich das bis dato zweite Dreisatzsspiel im Turnierverlauf nach meinem ersten Einzel in der vorherigen Begegnung. Nachdem wir wieder etwas besser in den Satz gestartet waren, ließen wir unsere Gegner immer wieder ungewollt nachziehen, sodass es bis zum Ende hin eine wahrhafte Nervenschlacht war. Leider besiegelten erneut kleinere Ungenauigkeiten den Satz zu unseren Ungunsten mit 19:21.
      
Diesen Punktverlust ließ Carolin in ihrem Dameneinzel anschließend gleich wieder vergessen machen und stellte mit einem Sieg den Zwei-Spiele-Vorsprung wieder her. Doreen und Michael machten es in ihrem Mixed dagegen wieder etwas spannender, konnten diesmal jedoch nach einer kleinen Schwächephase im zweiten Satz das Match in drei Sätzen gewinnen. Interessant wurde es dann auch bei den Herreneinzeln. Für Ronny kein Thema. 21:12 und 21:15 fegte er den Gegner vom Feld, womöglich auch deshalb so deutlich, weil dieser sich in den Satzpausen schon etwas auf die Players-Party im Anschluss der Begegnung „vorbereitete“. Ronny sicherte uns mit diesem Sieg das wichtige 5:1 in der Mannschaftswertung.
 
Damit hatten wir die Begegnung bereits gewonnen und wir konnten unsere Bilanz in gewonnenen Spielen weiter ausbauen, um das bittere 0:8 in der vorherigen Begegnung etwas zu neutralisieren. Robert wurde von seinem Gegner im ersten Satz zunächst komplett überrumpelt. Schnell lag er mit 8:1 hinten, seinem Gegenüber gelang quasi alles. Das konnten selbst wir als Zuschauer nicht glauben. Doch Robert schien sich allmählich wieder zu fangen und die „Sturm-und Drang-Phase“ nach etwas Spielzeit auch überstanden zu haben. Robert hatte die Ruhe weg, agierte nicht hektisch in seinen Aktionen, als wollte er uns mitteilen, dass es keinen Grund zur Besorgnis gäbe. Punkt für Punkt tastete er sich in das Spiel hinein und verkürzte den Rückstand. Nun gelang dem Kontrahenten nicht mehr alles und zudem musste er seiner temporeichen Spielweise zu Beginn scheinbar konditionell Tribut zollen. Mit 16:21 musste Robert den ersten Satz leider einbüßen, der anfänglich aufgebaute Vorsprung war nicht mehr aufholbar. Doch machten uns die letzten gesehenen Ballwechsel des Satzes und die vom Gegner zwischenzeitlich benötigten Pausen zum Luftholen und Verschnaufen Mut für den weiteren Spielverlauf. Robert´s Gegner war entgegen unserer Vermutung aber einfach nicht kaputt zu bekommen – auch wenn es durch die besagten Pausen den Anschein erweckte. Mit 21:19 sicherte sich Robert einen hart umkämpften zweiten Satz. Im dritten Satz schien der Bann dann endgültig gebrochen zu sein, denn unsere Nr. 2 im Einzel machte mit einem 21:08 kurzen Prozess.
 
Das letzte Einzel des Tages war dann wieder für mich vorgesehen. Wie zuvor Robert´s Gegner, schien auch meiner ein guter Einzelspieler zu sein. Mit 15:21 verlor ich den ersten Satz aufgrund häufiger Fehler ins hintere Feldaus und schlecht retounierten Schmetterbällen auf meine Rückhand. Der zweite Satz lief für mich überragend, der Seitenwechsel hatte mir gutgetan, diese Feldhälfte lag mir besser und der Gegner hatte mit der „Seuchenseite“ zu kämpfen. Mit 21:12 und zeitweise vier Satzbällen (20:8) spielte ich meinen bis dato besten Satz dieses Turniers. Im dritten folgte dann die alte Leier (wieder der verdammte Seitenwechsel auf die scheinbar verfluchte Pechseite). Ob ein 12:21 Satzverlust am Ende wirklich nötig gewesen ist, sei mal dahingestellt. Wieder ein Dreisatzspiel für mich und letztendlich wieder mit leeren Händen dagestanden....
    

EGAL! Mit diesem eher kleinen Kosmetikfehler endete die Begegnung mit einem 6:2 Gesamtsieg. Damit feierten wir unseren ersten Mannschaftssieg in diesem Turnier und wie viel sechs gewonnene Spiele in der Tabelle im Teamvergleich wert sein können, weiß man ja auch nicht.
Liest sich schon besser: Das Endergebnis der zweiten Begegnung....

So ging der erste Turniertag für uns versöhnlich zu Ende und nach diesem ereignisreichen Wettkampftag bezogen wir unser Übernachtungsquartier in einem Hotel, unweit von der Sporthalle gelegen.

Wir ließen die Players-Party beim Vereinsheim der Segelbootsparte sausen und veranstalteten unsere eigene, „seniorengerechte“, mannschaftsinterne Party in einem nahegelegenen Restaurant an der Straßenecke zu unserem Hotel. Bei deftigen Gerichten und bekömmlichen Getränken ließen wir es uns alle gutgehen und den ersten Tag Revue passieren. Es wurde durch Anekdoten in Erinnerung geschwelgt, gelacht und einander noch besser kennengelernt. Zu später Stunde ging es dann in die Nachtruhe – Batterien auftanken für einen zweiten, vermutlich ebenso fordernden Turniertag.

Die Tabelle nach dem ersten Turniertag (nach zwei absolvierten Runden)....

TAG 2

Spiel 3
vs. Das Schärfste, was das Turnier zu bieten hat II
Am nächsten Morgen wurde die letzte Runde des Turniers ausgetragen. Nach dem Erfolgserlebnis im letzten Spiel des gestrigen Tages mussten wir gleich zu Beginn des Folgetages eine unschöne Überraschung wahrnehmen. Unser heutiger und abschließender Turniergegner trat mit zwei Teams im Turnier in zwei Spielklassen (B und C) an. Soweit nichts Schlimmes bzw. Ungewöhnliches. Doch zu unser aller Verwunderung mischten sich beide Teams personell neu durch. Das Team, welches in der B-Klasse abgeschlagen keinerlei Chancen mehr auf einen höheren Platz hatte, versetzte ein paar gute Spieler aus der B-Klasse in das Team der unteren C-Spielklasse, welches bis dato auf Rang 5 stehend an diesem Tag noch eine Chance auf einen Podestplatz hatte. Damit sahen wir uns nun vom Leistungsniveau her Spielern gegenüber, die in der C-Klasse im Prinzip konkurrenzlos spielen konnten und eigentlich für die höhere Spielklasse gemeldet waren. Unglücklich nur, dass ausgerechnet wir diesen Wettbewerbsnachteil erfahren mussten, waren wir mit einem 1:1 nach Spielen immer noch im Rennen um eine gute Endplatzierung.

Doch zunächst einmal zum eigentlichen Spielgeschehen. Wir starteten mit denselben Aufstellungen wie in den letzten beiden Begegnungen. Ronny und Robert begannen ihr Herrendoppel stark. Mit starken Schmetterbällen bei sich bietender Gelegenheit setzten beide erste Akzente. Leider mussten sie sich trotz starkem ersten Satz (17:21) zunehmend den beiden Kontrahenten nach dem zweiten Satz (9:21) geschlagen geben.

Carolin und Doreen hielten im ersten Satz ebenfalls gut mit, doch auch sie mussten den beiden starken Damen am Ende zum Sieg gratulieren. Michael und ich starteten hingegen alles andere als rosig. Viele schnelle Fehler ließen Satz eins schnell an den Gegner gehen (11:21). Wir beschlossen daraufhin einen von unseren Bällen zu benutzen. Zudem veränderten wir unser Stellungsspiel fast wie ein Mixed. Und siehe da: Es lief einfach besser. Micha spielte den Gegner von hinten heraus zurecht, während ich vorne am Netz (Nach-)Druck ausübte. Mit 21:12 gewannen wir den zweiten Satz vor den verdutzten Augen unserer Kontrahenten und erkämpften uns einen dritten Entscheidungssatz. Dieser verlief lange Zeit recht ausgeglichen. Doch am Ende ließen wir wichtige Punkte liegen und verloren mit 16:21.

Im Mixed konnten Michael und Doreen leider ebenso wenig Zählbares sammeln. Dennoch präsentierte sich unser Traumpaar wie gewohnt harmonisch.
Doreen winkt vor Spielbeginn noch einmal freundlich in die Kamera...   ...ehe es dann ernst wird.
                         

Carolin versuchte vergeblich in ihrem Einzel ihr Möglichstes gegen eine überlegene Dame. Die drei Herreneinzel waren hart umkämpft. Ronny gab alles und war „on fire“, um doch noch irgendwie den Ehrenpunkt zu holen. Leider war sein gegenüber am Ende der Sieger. Dass Ronny in seinem letzten Spiel nochmal alles gegeben hat, beweisen diese Fotos....
 
"Lebt er noch?" Robert schaut nach dem Spiel lieber mal nach seinem Kumpel....
 
"Na dann ist ja gut!"

Nun musste Robert ran, der im zweiten Herreneinzel lange Zeit gut mithielt. Leider musste auch dieses Spiel abgegeben werden.
 

Das letzte Spiel des Tages und des Turniers war das dritte Herreneinzel, welches ich bestreiten musste. Hier schienen mein Gegner und ich vom Spielniveau auf Augenhöhe zu sein, denn es entwickelte sich ein zähes Ringen um jeden Punkt. Wir beide profitierten von den jeweils kleineren Fehlern des anderen. Nach gutem Start in Satz eins, es gelang mir Vieles, war dessen Ende ein knappes 21:18 für mich. In Satz zwei schlich sich dann wieder der Fehlerteufel in mein Spiel ein und was einen Satz zuvor gut funktionierte, klappte nun nicht mehr konstant. Ein deutlicher 13:21 Satzverlust war die Folge dieses Leistungseinbruchs. Also mal wieder – wie sollte es auch anders sein - ein dritter Satz (Jetzt musste es doch langsam mal ein Happy-End geben?). Dieser Satz warn ein für mich würdiger Turnierabschluss, bot er am Ende alles, was so ein enges Match braucht. Stetige Führungswechsel, trickreiche Spielzüge auf beiden Seiten, hart umkämpfte Ballwechsel mit vollem Körpereinsatz und Dramatik in den entscheidenden Momenten des Satzendes. Bis zum 16:16 konnte sich keiner von uns einen wirklichen Vorteil verschaffen. Verlorene Punkte holte ich mir im nächsten Spielzug wieder und umgekehrt. Dann setzte sich mein Gegner mit 18:16 ab und es wirkte so, als würde ich in letzter Distanz erneut ein Spiel im Entscheidungssatz abgeben. Doch auch diesen Rückstand egalisierte ich. Dieses Spielchen zogen mein Gegner und ich bis zum Stande von 20:20 durch. Jetzt hieß es nerven behalten, denn jeder Fehler konnte nun fatale Folgen haben. Ein missglückter Smashangriff des Gegners ins Netz sicherte mir den ersten Matchball. Erneut beim Aufschlag kurz innehalten und den Ball konzentriert über das Netz ins andere Feld befördern. Mein Gegenüber nimmt den Ball gut an und spielt in zurück, allerdings nicht weit nach hinten genug. Jetzt musste eine eigene Initiative gezündet werden, alles in die Waagschale werfen den Ball mit einem Smash auf die Rückhand des Gegners befördern. Dieser kann den Ball nicht günstig treffen und pariert in in das eigene Seitenaus. 22:20! Sieg im letzten Match der Begegnung und mein persönlicher Dreisatzfluch in diesem Turnier war gebrochen!

Der Ehrenpunkt zum 1:7 war damit errungen, ein „Whitewash“ wurde so verhindert. Davon kaufen, konnten wir uns am Ende aber auch nichts. Aber mir tat dieser persönliche Erfolg gut und war Balsam für die Badmintonseele.

Das Ergebnis dieser Mannschaftsbegegnung hinterließ dennoch einen bitteren Beigeschmack. Nicht die Niederlage an sich war für uns , sondern die Art und Weise mit der unsere Gegner ihren Sieg errungen hatten und wie sie den Erfolgschancen gegen uns etwas fragwürdig nachhalfen, indem sie ihre zum Turnier angemeldeten Mannschaftsbesetzungen überwarfen, einfach durchtauschten und stärkere Spieler in einer niedrigeren Spielklasse (von B in C) antreten ließen.

Doch wem sollte man – wenn überhaupt - nun einen Vorwurf machen? Den Spielern des Gegners, die diese Lücke im Turnierreglement eiskalt ausgenutzt hatten, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen oder dem Veranstalter, der diese Team-Durchmischung hat durchgehen lassen? Oder sollte das alles nicht zu verbissen betrachtet und das Geschehene als Bestandteil des Turniers hingenommen werden, dessen Fokus ja ohnehin auf dem Spaß lag? Doch Spaß für wen, wenn dadurch ambitionierte Teams um eine faire und leistungsgerechte Platzierung gebracht werden?

Am Ende kann man es wohl nur sportlich betrachten und jeder Badmintonspieler sollte sich selber hinterfragen, ob solch eine Aktion dem fairen und sportlichen Leistungsgedanken unserer schönen Sportart und dem eigenen Selbstverständnis als Spieler entspricht. Ob man es als spielstärkerer Spieler nötig hat, sich zu solch einer Aktion hinreißen zu lassen, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Nichts desto trotz wurde diese Lücke im System von uns an den Veranstalter herangetragen, der bei einer Befragung direkt vor Ort von den Teilnehmern zwischenzeitlich Verbesserungsvorschläge für die Zukunft abfragte. Das war eine ideale Gelegenheit, diesen Punkt noch einmal anzusprechen. Denn nicht nur für uns, sondern auch den anderen Teams in unserer Spielklasse hatte diese Aktion am Ende bedeutende Auswirkungen auf die Endplatzierungen. Diese Mannschaft stieg von Platz fünf zu einem bronzenen Podestplatz auf, wo andere Teams ohne „Vitamin B-Klasse“ hätten stehen können/ müssen.

Dieses Szenario tat der Stimmung innerhalb des Teams aber keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil: Wir machten aus der Not eine Tugend und genossen einfach die gemeinsame Zeit auf und neben dem Spielfeld. Wir freuten uns für den anderen bei dessen Erfolgen, litten mit bei Fehlern und Niederlagen und drückten immer wieder – am Spielfeldrand und auf der Tribüne zusehend - fest die Daumen. Wir beendeten das Turnier in der Endtabelle auf dem 7. Platz und freuten uns bei der Siegerehrung, wo jedes Team noch einmal nach vorne gerufen wurde, über eine Federballrolle, die mit Süßigkeiten gefüllt war.
      

Drei Sätze sind nicht genug
Im Volksmund heißt es: „Alle guten Dinge sind drei“. An diesen beiden Turniertagen hatte mich die Zahl drei oft begleitet. Fünf von insgesamt sechs Spielen trug ich in drei Sätzen aus (zwei Doppel, drei Einzel). Allerdings endeten die Dreisatzspiele entgegen des Sprichworts nur einmal gut. Das ausgerechnet mein letztes Spiel des Turniers mit einem Sieg endete, war natürlich ein versöhnlicher Abschluss. Aber auch aus den anderen, Ergebnis betrachtend weniger erfolgreichen Spielen, habe ich eine Menge für mich mitnehmen können. Denn fünf Dreisatzspiele bedeuteten auch, fünf von sechs Spielen lange Zeit offen gestaltet und gut mitgehalten zu haben. Zudem konnte und durfte ich mich nach dem Turnier nicht über mangelnde Spielzeit und Intensität beklagen.

Fazit
Das „Spaß“-Mannschaftsturnier in Berlin war eine willkommene Abwechslung. Spiele auf anspruchsvollem und fordernden Niveau, neue Bekanntschaften und das Erlebnis als Gruppe war eine Erfahrung, die keiner von uns bereut hat. Wir hatten eine schöne Zeit zusammen und ich bin mir sicher, dass wir uns noch lange wohlwollend an unser gemeinsames Wochenende in der Bundeshauptstadt erinnern werden. Nun kehrte jeder zunächst einmal wieder in seine Heimat bzw. Sportverein zurück. Doch vielleicht führt uns das sportliche Schicksal ja bald erneut zusammen, um in ähnlicher Form miteinander für das gleiche Ziel zu kämpfen.

Einladungsturnier in Bad Bodenteich 2019

Geschrieben von Bastian Kreykenbohm am .

Saisoneröffnung am Elbe-Seitenkanal.
Doppel Kuczka/ Kreykenbohm startet wieder durch.

Der TuS Bad Bodenteich hat am 07.09.19 die neue Turniersaison der uelzener/ lüchow-dannenberger Badmintongemeinde mit einem Einladungsturnier eröffnet, zu dem sämtliche Vereine unserer Gemeinschaft eingeladen waren.

Gespielt wurden Herren- und Damendoppel sowie die Mixed Disziplin. Es galten die offiziellen Wettkampfregeln mit dem „Best of 3 Sätze“ Modus. In den Herrendoppeln und dem Mixed gab es zwei Spielklassen.

Spielklasse I: Routinierte Spieler
Spielklasse II: Hobbyspieler

Das Damendoppel war so wenig bestückt, dass nur eine Spielklasse zustande kam.

Mit knapp 30 Teilnehmer war das Starterfeld zwar etwas übersichtlich, aber dafür war das Spielniveau umso ausgeglichener. Reine Badminton-Neulinge waren an diesem Tag also nicht anzutreffen.

Vertreten waren Spieler aus den Vereinen TuS Bad Bodenteich, MTV Bad Bevensen, TSV Hitzacker, SV Soltau und VfL Suderburg. Weil der einzige suderburger Vertreter aber schlecht alleine im Doppel antreten kann, hat er sich an die Seite seines Turnierpartners vergangener Wettkämpfe, Rolf Kuczka vom TSV Hitzacker, gestellt.

Dass die suderburger/ elbtalauer Konstellation durchaus titelverdächtig sein kann, hat sich bereits auf einigen Turnieren in der Vergangenheit erwiesen. Warum also nicht auch an diesem Tag? Beide meldeten sich in der höchsten Spielklasse des Turniers an (HD-B). Trotz ernstzunehmender Konkurrenz rechnete man sich im Vorfeld durchaus einen guten Platz unter den besten Drei aus. Da in der B-Klasse vier Teams an den Start gingen, war die Wahrscheinlichkeit gar nicht mal so gering.

In Spiel eins des Tages ging es gegen das erste Doppel vom SV Soltau (Reinecke/ Kalid). Nach zähem Beginn spielten sich Rolf und Bastian immer besser ein. Die Netzstärke des Gegners war bekannt, sodass von vornherein ein Matchplan zurechtgelegt wurde, der die beiden Kontrahenten zunächst nach hinten treiben sollte, um dann mit Druck und Geschick zum Erfolg zu kommen. Mit 21:16 und 21:11 gelang der Auftaktsieg wie erhofft mit zufriedenstellendem Ausgang.

Spiel zwei musste gegen das zweite Herrendoppel des SV Soltau (Riese/ Kruse) ausgetragen werden. Auch hier dauerte es ein wenig, bis Rolf und Bastian in Fahrt kamen. Nach einem 2:6 Rückstand liefen die Motoren langsam warm und man pirschte sich allmählich an die Führung des Gegners heran. Bis zum Stande von 15:15 schien ergebnistechnisch alles möglich zu sein. Doch mit einer guten Aufschlagserie von Bastian und druckvoller Vollendung von Rolf wurde Satz eins mit 21:16 gewonnen. In Satz zwei starteten beide dann wesentlich besser und führten zeitweise mit sechs Punkten Vorsprung auf die Heidekreisler. Mit 21:8 wurde der Satz am Ende überraschend deutlich gewonnen.

Im letzten Spiel dieser Disziplin ging es um den Turniersieg. Zwar hatten die nächsten Gegner Weickert/ Cordsen das zweite Spiel verloren, da aber die soltauer Doppel ebenfalls je ein Spiel verloren hatten, würde am Ende der Fokus auf das Satz- bzw. Punkteverhältnis liegen. Um derartige Rechenspiele zu vermeiden, musste ein weiterer Sieg her. Das Doppel aus Bad Bevensen erwies sich als genauso knifflig zu bespielen, wie zuvor erwartet. Die Körpergröße (und damit auch Reichweite des einen Spielers) und die jahrzente lange Erfahrung und (Lauf-/ Schlag-)Technik des anderen Spielers waren eine sehr unangenehme Konstellation für Rolf und Bastian. Nachdem im ersten Satz kein wirklich gutes Patentrezept für genau diese Spielweisen gefunden werden konnte, verlor man diesen entsprechend auch mit 18:21, auch wenn die Schlussphase, in der man sich etwas annähern konnte, nicht ausreichte. In Satz zwei startete man wesentlich besser und spielte sich eine gute und komfortable Führung heraus, die man am Ende auch mit 21:11 über das Ziel retten konnte. Damit ging dieses Spiel über die volle Distanz in den Entscheidungssatz. Auch hier führte man schnell – auch der scheinbar konditionellen und körperlichen Einbußen des einen Gegenspielers geschuldet - wieder recht beruhigend. Eine erneute Aufschlagserie von Bastian wie in Spiel zwei ließ den Punktestand schnell ansteigen. Rolf nutzte unterdessen die aufgetretenen Schwächen des Gegners mit variabel gespielten Ballgeschwindigkeiten. Lohn der Arbeit war am Ende ein 21:13 Satz- und Spielsieg, der gleichzeitig den Turniergewinn in der höchsten Spielklasse bedeutete.
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Ein kleines, aber feines Turnier fand nach Beendigung der Mixed-Disziplinen gegen 14:00 Uhr sein Ende. Zwar war die Beteiligung nicht so groß, wie bei den Schleifchenturnieren, aber durch ein gutes Spielniveau der Teilnehmer kam es in jeder Disziplin und Spielklasse zu sehenswerten Begegnungen, die am Ende jeden Teilnehmer auf seine Kosten hat kommen lassen.

Für Rolf und Bastian war es der erste Turniersieg als gemeinsam antretendes Doppel. Nach dem Vizekreismeistertitel im letzten Jahr, hat man dieses Jahr erneut ein gutes Spiel gezeigt und sich mit einer weiteren – diesmal noch höheren - Platzierung belohnen können.
Die Abschlusstabelle und die Teams der B-Klasse des Herrendoppel bei der Siegerehrung....
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                              (v.l.: Cordsen/ Weickert, Kuczka/ Kreykenbohm, Kalid/ Reinecke, Kruse/ Riese)

Vielen Dank an Eddi und seinem Team vom TuS Bad Bodenteich für die Ausrichtung dieser Veranstaltung!

Sommer-Cup 2019

Geschrieben von Bastian Kreykenbohm am .

„Sie haben es wieder getan!“

Mit großer Vorfreude ging es in die Region Hannover. Für Selbstzweifel gab es auch keinen Anlass, stellte Wunstorf doch in der Vergangenheit eigentlich immer ein gutes Pflaster für den suderburger Badmintonspieler dar. Der Sommer-Cup stand an und machte an diesem Wochenende seinem Namen gegen Ende August nochmal alle Ehre. Während manch anderer bei den warmen bis heißen Temperaturen einen Ausflug zum Baden unternahm, kamen in einer etwas versteckten Sporthalle Spieler aus umliegenden und entfernteren Vereinen aus der Sommerpause zusammen, um sich für die kommenden Aufgaben der neuen Saison vorzubereiten.

Diesmal wurde die Sportveranstaltung in die von der eigentlichen Veranstaltungslocation wenige hundertmeter entfernte Hölty Halle verlegt, da das Hölty-Sport-Forum aus technischen Gründen nicht zur Verfügung stand. Mit acht Spielfeldern stand diese Ausweichadresse des sonstigen Austragungsortes aber ohnehin in nichts nach.

Die Spielklasse setzte sich aus einer Gruppenrunde mit zwei Gruppen (eine 4er und eine 5er Gruppe) und einer anschließenden KO-Runde zusammen. Die beiden besten Teams einer Gruppe kamen weiter und spielten gegen eines der jeweils anderen beiden Teams der anderen Gruppe.

Im Vorfeld durfte sich die Gruppe mit Henning und Bastian durchaus als „Todesgruppe“ bezeichnen, denn hier schien alles möglich. zwei turniererfahrene Doppel und ein Doppel mit Bezirksklasse-Niveau. Aber auch die vermeintlich unbekannten Spieler durften nicht unterschätzt werden, denn am Ende konnte jeder Stolperstein um das Weiterkommen bzw. Ausscheiden entscheiden.

Spiel 1: Sang Ngo/ Gieseke (FC Schwalbe Bemerode)
(21:07, 19:21, 21:15)
Das erste Gruppenspiel gegen ein Doppel vom FC Schwalbe Bemerode wurde vor allem in der Endphase zu einem kleinen Krimi. Im ersten Satz dominierten Henning und Bastian die Partie nach belieben. Es schien, als hätten die Gegner Startschwierigkeiten gehabt zu haben. Mit 21:07 gelang ein regelrechter Traumstart ins Turnier. Im zweiten Satz schienen sich die beiden Kontrahenten allerdings gefasst zu haben, denn sie kamen mit ihren Schlägern weitaus öfter an den Ball, als einen Satz zuvor. Nun entwickelten sich immer häufigere Ballwechsel mit Punktgewinnen auf beiden Seiten. Mit 19:21 ging es in die Verlängerung und somit in den dritten Entscheidungssatz. Nach einem kleinen Rückstand nahm das wunstorfer/ suderburger Duo wieder mehr Initiative in die Hand. Gegen Ende des Satzes machte Henning zunehmend mehr Druck und mit kraftvollen Schmetterbällen folgte ein Marsch zum 21:15 Satzgewinn und die erste knifflige Situation überstanden!

Spiel 2: Buhl/ Stoll (Smashing Pumpkins)
(21:14, 21:13)
Diese Gegner setzten überwiegend auf Angriff und versuchten früh Druck auszuüben. Mit etwas taktischem Geschick und gut platzierten Bällen konnte dem Einhalt geboten und der zweite Sieg errungen werden.

Spiel 3: Siegel/ Siegel (TV Jahn Rehburg)
Kampflos gewonnen (21:0, 21:0)
Zu diesem Spiel brauchten Henning und Bastian nicht antreten. Die eigentlichen Gegner mussten bereits nach dem ersten Spiel verletzungsbedingt die Segel streichen.

Spiel 4: Watzelt/ Watzelt (Celler BC)
(21:14, 21:14)
Das letzte Gruppenspiel war das Spiel um den Gruppensieg, denn unsere Gegner aus Celle hatten bis dato ebenfalls alle ihre Spiele gewonnen. Und so ganz unbekannt waren sie nicht. Dieses Aufeinandertreffen war eine Art Déjà-vu, denn in dieser Konstellation traf man zuletzt im Finale vom Smoof-Cup 2019, der wenige Wochen zuvor ausgetragen wurde und an dessen Ende Henning und Bastian ihren ersten gemeinsamen Titel feiern durften. Mit viel Ruhe und Geduld eröffnete man das Spiel, immer mit Wachsamkeit und den Fokus auf die Schwachstellen der Gegner gerichtet. Henning´s Smashangriffe gelangen fast fehlerfrei und fanden ihr Ziel. Den Großteil der anderen Punkte holte man sich über gute Aufschläge bzw. Aufschlagserien von Bastian. Mit 21:14 wurde der erste Satz überraschend souverän herausgespielt. Der zweite Satz verlief ähnlich gut. Hier profitierten beide jedoch auch von der höheren Fehlerzahl der Gegner und den allmählich schwindenden Nerven, die hin und wieder kleinere Diskussionen des celler Duo´s untereinander deutlich machten. Scheinbar waren diese von der Deutlichkeit des Geschehens etwas überrascht, sahen sich die beiden wohl in der Favoritenrolle als Gruppensieger. Mit nochmals 21:14 gab es aber am Ende keine zwei Meinungen: Verdienter Gruppensieger wurden Henning und Bastian! Für die beiden Celler war jedoch keineswegs Schluss. Als Gruppenzweiter waren sie ebenfalls für das Halbfinale gesetzt.
Sommer-Cup 2019  Sommer-Cup 2019  Sommer-Cup 2019

Die Platzierungen der Teams in beiden Gruppen nach der Vorrunde....
                           Sommer-Cup 2019

Halbfinale: Allmrodt/ Rocke (TK Berenbostel)
(21:06, 21:09)
Als Sieger der Vorrunde seiner eigenen Gruppe hat so manche Vorzüge. So auch diesmal, denn man bekam mit dem Gruppenzweiten der anderen Gruppe den vermeintlich leichteren Gegner zugewiesen, was die Chancen auf einen Finaleinzug erhöhen sollte. In diesem Fall schien dies auch tatsächlich so eingetreten zu sein. Gegen zwei etwas überforderte Gegner konnten Henning und Bastian voll auftrumpfen. Während Henning wieder einmal der Mann für´s Grobe war, legte Bastian die Bälle so auf, dass der Gegner zu hohen Befreiungsschlägen gezwungen war, die Henning dann dankbar mit Smashangriffen über das Netz schmettern konnte. Dieser Taktik hatten die Gegenspieler nur wenig entgegenzusetzen. So folgte ein Durchmarsch mit 21:06 und 21:09 direkt in das Finale.

Finale: Schweer/ Beck (TuS Wunstorf)
(21:12, 22:20)
Im Finale musste sich mit einem heimischen Team gemessen werden, welches in einem Dreisatzkrimi gegen die beiden celler Spieler Watzelt/ Watzelt durchsetzte. Nur gut, dass Henning die beiden Gegner gut kannte und somit schon eine Idee im Kopf hatte, wie man diese knacken könnte. Es gelang ein guter Start in das Spiel, in dessen Verlauf die Führung immer größer wurde. Die anfangs als knifflig eingeschätzte Linkshand eines Gegners, der auch die Rückhand beherrschte, stellte sich im Verlaufe des Satzes als zunächst nicht weiter hinderlich heraus. Mit 21:12 war der erste Schritt Richtung Titel getan. Im darauffolgenden Satz entwickelte sich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Zunächst einmal mussten sich Henning und Bastian einem Rückstand gegenübersehen, der mit viel Geduld aufgearbeitet wurde. Beim Stande von 18:20 stellte man sich schon auf einen dritten Satz ein. Doch zwei gute Aufschläge von Bastian ermöglichten ein Herankommen durch den 20:20 Ausgleich und legten später den Grundstein für einen finalen Schlag von Henning, der beide zum Titel führte.

Damit ging der Turniersieg in dieser Spielklasse an Henning und Bastian.

Ein gelungener Turniertag ging gegen 15:30 Uhr zu Ende. Der Sommer-Cup war wieder eine ideale Saisonvorbereitung auf die nächsten Wochen, in denen weitere Turniere wie z.B. dem Doppel/ Mixed-Turnier in Bad Bodenteich Anfang September anstehen. Das Erfolgsrezept zum Titelgewinn in diesem Turnier lag wohl in der Mischung zweier unterschiedlicher Spielweisen. Während Henning oftmals mit seinen wuchtigen Smashangriffen die Punkte machte, übernahm Bastian den Part des Ballverteilers mit „Drive“ und „Drop“ Schlägen und dem Herausfischen gut platzierter Bälle der Gegner. Beide Spielweisen harmonierten wunderbar miteinander und genau diese Unterschiedlichkeit bot ein breites Spektrum an Schlagvarianten, was den einen oder anderen Gegner zur Verzweiflung trieb.

Hier gibt es den Turnierverlauf nochmal zum Nachlesen:
   Sommer-Cup 2019   Sommer-Cup 2019    Sommer-Cup 2019

Am Ende konnte der Titel vom letzten Jahr – wenn auch mit einem anderen Partner an der Seite – verteidigt werden. Für Henning und Bastian war es als gemeinsames Team nach dem Titelgewinn im Smoof-Cup der zweite Triumph in Folge. Wunstorf, ich komme bestimmt wieder!

Sommer-Cup 2019

Großer Dank wieder einmal an Andreas Erhardt, der dieses Turnier auf die Beine gestellt hat und Wunstorf für ein Wochenende zum Gastgeber für viele Badmintonbegeisterte machte!

Badminton beim VfL damals - Eine kleine Zeitreise

Geschrieben von Bastian Kreykenbohm am .

Seit 2016 wird auf dieser Homepage akribisch über das Spartenleben der suderburger Badmintonabteilung berichtet. Was jedoch nicht heißt, dass es davor nichts zu berichten gab. Ganz im Gegenteil: Unsere Sparte kann auch auf schöne und erfolgreiche Zeiten vor dieser Berichterstattung zurückblicken. Hier wurden die Berichte vergangener Tage (mittlerweile gar Jahre) gesammelt. Sie wurden alle aus dem Archiv der suderburger Samtgemeindezeitung "Die Zeitung" ausgegraben, in der auch heute noch regelmäßig von unserer Badmintonabteilung zu lesen ist.
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2004
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DZ Mai 2004 

 

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Flechtinger Schlosspokalturnier 2019

Geschrieben von Bastian Kreykenbohm am .

Auf Stipvisite in Sachsen-Anhalt bei einem neuen Turnier.

Die Saison neigte sich dem Ende, aber es ergab sich am 24.06.19 noch einmal die Gelegenheit, vor der sportlich betrachtet eher ruhigen Zeit, ein Turnier in der Nähe der Grenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zu spielen.

Alleine in unbekanntem Terrain ist aber nicht immer so gesellig, deshalb schloss ich mich wieder einmal dem heimischen Duo Michael und Doreen aus Magdeburg an, die mich nach Süplingen (Haldensleben) zum Flechtinger Schlosspokalturnier einluden. Im Herrendoppel ging es an der Seite von Michael an den Start. Für das Mixed wurde eine Spielerin aus Wettin gefunden. Carolin Bruch (VSG Saaletal Wettin) war bereits von einem vergangenen Turnier in Wettin bekannt, die gleichzeitig auch mit Doreen im Damendoppel antreten konnte.

Das Turnier war spielfreundlich ausgelegt. Es wurde daher im Schweizer System ausgetragen, das eine feste Anzahl an Spielrunden vorsah. Und wer nun glaubt, dass ich diesen Turniermodus nochmal erläutern muss, sieht sich getäuscht. Die Organisatoren haben es mir leicht gemacht und eine kurze Erklärung direkt vor Ort in der Sporthalle als Aushang befestigt....

Flechtinger Schlosspokalturnier 2019

Alle Disziplinen beinhalteten vier Spielrunden.

Die Doppel und Mixed-Disziplinen wurden immer im Wechsel ausgetragen, sodass nach einem Herren- bzw. Damendoppel immer eine Mixed-Runde folgte. Das bedeutete wenig Wartezeit und relativ kurze Verschnaufpausen. Mit Michael startete ich in das Turnier. Im ersten Spiel bekamen wir es mit einer machbaren Aufgabe zu tun. Ohne unter Druck zu geraten nutzten wir die Chance und für die kommenden Aufgaben einzuspielen. Da wir kein eingespieltes Doppel waren (Turniere alleine reichen eben nicht), war das auch gut so. Zugleich konnte in diesem Spiel auch der höchste Sieg unseres Turnierauftritts erzielt werden (21:07, 21:06).

Das darauffolgende Mixed mit Carolin war da schon etwas fordernder. Beide Gegenspieler waren äußerst ballsicher und parierten viele Bälle, sodass zum Teil längere Ballwechsel entstanden. Mit der Zeit gelang es uns aber, eine Strategie zu entwickeln, mit der wir die unbequeme Spielweise „handlen“ konnten. Mit einem 21:18, 21:15 konnten die Gegner niedergerungen werden. Doreen und Michael zogen nach, gewannen ihren zweiten Satz jedoch wesentlich deutlicher mit 21:06.

In Runde zwei trafen Michael und ich auf die künftigen Turniersieger. Dieses Spiel verlangte unserem Teamwork alles ab. Am Ende mussten wir uns im dritten Satz mit 17:21 geschlagen geben.

Im Mixed kam es dann auf ein Aufeinandertreffen zwischen Carolin/ mir und Doreen/ Michael. Wie hätte es das Schicksal auch anders auslosen können, denn bisher kam es in so gut wie jedem Turnier zu einer Begegnung mit meinen magdeburger Freunden. Und auch der Spielverlauf ähnelte sich. Nach einem guten Beginn mit komfortabler Führung für Carolin und mich, fingen auch Michael und Doreen sich zunehmend besser in das Spiel zu finden und holten Punkte auf. Nur hauchdünn konnten Carolin und ich den ersten Satz mit 21:18 retten. Satz zwei bot einen wechselnden Schlagabtausch, bei dem keiner der beiden Parteien so wirklich sicher sein konnte, die Oberhand zu gewinnen. Doch mit einem identischen Satzergebnis von 21:18 konnte Sieg zwei in Runde zwei eingefahren werden.

Nun ging es in Runde drei. Das Herrendoppel konnten Michael und ich erfolgreich für uns gestalten. Nach einem unserer besten Satzergebnisse (21:08), wurde Satz zwei mit 14:21 regelrecht „verdaddelt“. Das Spiel wurde somit auch erst - wie in Runde zwei - im dritten Satz entschieden, diesmal jedoch mit dem etwas besseren Ende für uns (21:13).

Leider gab es am Rande dieses Spiels auch eine sehr unsportliche Aktion. Nach einem hart umkämpften Dreisatzerfolg unsererseits richtete der Spieler auf der anderen Seite nach dem „Shakehand“ einen unsportlichen Spruch in unsere Richtung: „Eigentlich hättet ihr gar nicht gewinnen dürfen. Wenn wir unser bestes Spiel gezeigt hätten, ...“ (weiter habe ich dann auch nicht mehr zugehört). Ich habe bereits viele Turniere gespielt, an den unterschiedlichsten Orten, gegen die unterschiedlichsten Spieler. Aber so ein unsportliches Verhalten bzw. solch einen blöden Spruch habe ich bei bislang keinem Spieler erlebt. Dem Gegenüber so einen Spruch ins Gesicht zu sagen, zeugt von keinem sonderlich guten, sportlichen Charakter, denn: „In der Niederlage zeigt sich die wahre Größe!“, heißt es bekanntlich. Ganz klar, jeder, der auf einem Turnier spielt, möchte auch seinen größtmöglichsten Erfolg feiern, aber jeder sollte sich stets von fairem Sportsgeist getrieben zeigen, sodass Niederlagen mit dem nötigen Respekt dem Gegner gegenüber ertragen und akzeptiert werden. Ein weiteres weises Sprichwort besagt: „Wenn du nichts Nettes zu sagen hast, dann sag besser gar nichts.“

Immerhin fühlte sich nach diesem Ereignis der Sieg nochmal umso schöner an. Darauf musste Michael erst Mal eine rauchen – das war wohl seine Art, „Dampf abzulassen“. Zudem tröstet die Erfahrung darüber hinweg, dass solche Typen glücklicherweise nur die Ausnahme in unserem schönen Sport sind. Mehr braucht es von denen auch wirklich nicht. Und der Großteil der Spieler zeigt, dass es eben auch anders geht und solche Unsympathen in der Minderheit sind. Solch ein Verhalten mitsamt solchen Spielern braucht unser schöner Sport nicht!

Nun aber wieder zurück zum eigentlichen Geschehen!

Im Mixed war in dieser Runde weder für Michael/ Doreen, noch für Carolin und mich das Glück hold. Während ich mein Mixed gegen ein wirklich starkes und vor allem eingespieltes Duo in zwei Sätzen verlor, hielten Michael und Doreen in drei Sätzen mit. In diesem Spiel zeigte sich eindeutig, dass Carolin und ich das erste Mal zusammenspielten und das Zusammenspiel noch nicht gut genug war, um einen Titel zu gewinnen.

Die letzte Runde des Tages bescherte Michael und mir eine Niederlage gegen ein offensiv spielendes Duo aus Bernburg. Im Mixed verabschiedeten sich Carolin und ich mit einem Zwei-Satz-Sieg aus dem Turnier.

Die Platzierungen

Mit einem ausgeglichenen Spiel (2:2) und Satzverhältnis (5:5) konnte im Herrendoppel aus suderburger Sicht ein guter fünfter Platz herausgespielt werden.

Flechtinger Schlosspokalturnier 2019

Doreen und Carolin erzielten im Damendoppel sogar ein Platz auf dem Treppchen und wurden am Ende Zweite.

Carolin legte dann noch einmal nach und durfte ein zweites Mal das Treppchen besteigen – diesmal an meiner Seite. Im Mixed freuten wir uns nach drei Siegen aus vier Spielen am Ende über Platz zwei in der Gesamtwertung. Lediglich gegen die Turniersieger wurde verloren.

Flechtinger Schlosspokalturnier 2019
Flechtinger Schlosspokalturnier 2019

Michael und Doreen belegten mit zwei Siegen aus vier Spielen einen guten vierten Platz.

Ein schöner Tag in Süplingen ging unter den Klängen von Andrea Berg aus den Hallenlautsprechern zu Ende. Nun war es an der Zeit aufzubrechen. Nach einem letzten Gruppenfoto ging es dann heimwärts Richtung Suderburg.

Vielen Dank an die Organisatoren für das tolle Turnier. Eine Adresse, die man sich für die Zukunft ruhig merken sollte.

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