Mini-Mannschaftsturnier in Wettin 2018

Geschrieben von Bastian Kreykenbohm am .

Am 27.10.2018 folgte ich einer Ausschreibung zu einem etwas anderen Event. Meine Badmintonfreunde vom SV Olvenstedt aus Magdeburg suchten noch eine dritte Person, um gemeinsam als Team beim Mini-Mannschaftsturnier in Wettin antreten zu können. Klar, dass ich mir sowas nicht zweimal vorschlagen lasse. Geprägt von einer guten "sachsen-anhalterischen" Turniererfahrung in Leuna, ging es früh morgens im Dunkeln zum östlichen Nachbarn, wo ich mich in dessen Landeshauptstadt mit Michael Claus und seiner Partnerin Doreen Laudon traf, um von dort aus zum Turnierort in der Nähe von Halle weiterzufahren.

Wettin, das ist jetzt nicht unbedingt ein Ort, den man als Heidebewohner kennt. Es beruhigte mich zu wissen, dass immerhin selbst Einheimische wie Michael aber auch noch nicht dort waren. Vorbei und hindurch kleinerer Ortschaften Sachsen-Anhalts, wo die Zeit manchmal stehen geblieben schien, erreichten wir dann auch endlich Wettin. Die Halle war für „Fremde“ gut versteckt, aber mit etwas Pioniergeist konnte auch diese Suche erfolgreich gelingen.

Die im Vergleich zu den Gebäuden mancherorts neu aussehende Sporthalle bot sieben Spielfelder. Die Begrüßung wurde von der Spartenleiterin der VSG „Saaletal“ Wettin - Carola Bruch – vorgenommen. Acht Teams bestehend aus je drei Spielern (Zwei Herren und einer Dame) stellten sich dem Wettkampf.

Zum Spielmodus
Es wurden vier Runden gespielt. Die Begegnungen wurden per Losverfahren ermittelt. Jeder Teamvergleich bestand aus vier Disziplinen: 1 Herreneinzel, 1 Dameneinzel, 1 Herrendoppel und 1 Mixed. Jeder Spieler eines Teams durfte maximal zwei Disziplinen pro Begegnung bestreiten. Das Team, welches die meisten Siege aus den vier Disziplinen davontrug, gewann den Gesamtvergleich und damit den Gesamtsieg der Begegnung. Bei einem Unentschieden (2:2 nach Disziplinen), entschied das Satz- und Punkteverhältnis. Somit gab es nach jeder Begegnung nur einen Gewinner. Die Mannschaft mit den meisten Gesamtsiegen war am Ende nach vier Runden Turniersieger.

Wir entschieden uns mit folgender Aufstellung in die bevorstehenden Begegnungen zu gehen:
Herreneinzel: Bastian
Herrendoppel: Michael/ Bastian
Dameneinzel: Doreen
Mixed: Michael/ Doreen

Spiel 1 (VSG Saaletal Wettin 1)
3:1

Unser erstes Spiel fand gegen eine Auswahl des Gastgebervereins statt. Gestartet wurde mit dem Herrendoppel. Dieses konnte überraschend deutlich zu unseren Gunsten entschieden werden.

Das Herreneinzel lief dagegen leider alles andere als rund (17:21; 13:21). Zu viele (unnötige) Fehler und ein starker Gegner bedeuteten den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1.

Doreen bekam es mit der Turnierchefin persönlich zu tun. Gegen ihre Gegnerin setzte sie sich aber souverän durch. Damit sollte das Mixed den endgültigen Sieg bringen.

Nur gut, dass Michael und seine Partnerin Doreen nicht nur privat auf einer Wellenlänge unterwegs sind. Auch spielerisch klappt es prima und in zwei Sätzen vollendeten sie den Gesamtsieg der ersten Runde.

 

Spiel 2 (VSG Saaletal Wettin 3/ Bernburg)
2:2 (Sieg nach Punkten)

Die zweite Begegnung des Tages sollte zu einem echten Krimi werden. Diesmal begann ich mit dem Herreneinzel gegen einen Spieler aus Bernburg. Nach einem 21:18 Satzerfolg, musste ich wieder aufgrund unnötiger Fehler den zweiten Satz 18:21 abgeben. Vor allem meine Aufschläge kamen nicht so gut wie sie eigentlich sollten. Satz drei wurde dann zum ersten Krimi der Begegnung. Bis zum Schluss gab es einen stetigen Aufschlagwechsel und keiner von uns beiden vermochte sich punktetechnisch ernsthaft abzusetzen. Am Ende verlor ich auch dieses Einzel, jedoch knapper als in Runde eins mit 17:21 im dritten Satz.

Michael und Doreen hatten in der Zwischenzeit mit ihrem Mixed begonnen, was ebenfalls nach einem 21:15 und 21:23 in den dritten Entscheidungssatz ging. Hier wurde es verdammt knapp. Gegen Ende gab es auf beiden Seiten ein paar Aufschläge zum Matchgewinn. Die besseren Nerven hatten am Ende Michael und Doreen, die das Spiel mit einem 26:24 für unser Team gewinnen konnten.

Michael und ich legten dann im Herrendoppel los... und wie! Unerwartet deutlich konnten wir beide Sätze mit 21:11 und 21:13 klarmachen.

Leider verlor Doreen ihr Dameneinzel und den zweiten Satz etwas deutlicher mit 11:21. Denn nun hieß es zittern. Es stand 2:2 nach Disziplinen und das Punkteverhältnis sollte nun die Entscheidung bringen. Während man uns in der Ungewissheit blieben ließ, rechnete Michael schonmal im Kopf nach... und nochmal.... Und dann kam er auf eine Punktedifferenz von +3 zu unseren Gunsten. Offiziell wurde dies dann wenig später auch bestätigt. Damit war dieses wirklich hauchdünne und bis nach dem Spiel spannende Match gewonnen.

 

Spiel 3 (VSG Saaletal Wettin 2/ BV Halle)
4:0

Nach einer kurzen Pause und etwas erholt von dem zähen Kampf in Runde 2, hieß es den Fokus auf das Wesentliche zu legen. Mit einer guten Ausgangslage nach den beiden Siegen über zwei gute Mannschaften (darunter ein Turnierfavorit) wollten wir mit breiter Brust auch Sieg Nummer drei einfahren.

Michael und ich konnten unsere „Weiße Weste“ im Herrendoppel (21:12; 21:17) wahren und blieben auch nach dem ersten Spiel dieser Begegnung ungeschlagen und ohne Satzverlust.

Doreen zog nach und erhöhte nach ihrem Einzel (22:20; 21:14) auf 2:0.

Und endlich! Endlich sollte es auch mal mit dem Herreneinzel klappen! Mit einem 21:11 und 21:04 machte ich den Gesamtsieg in Runde drei bereits mit dem Kantersieg im Einzel gehen einen Spieler aus Halle perfekt.

Da wir aber keine halben Sachen machen wollten, vollendeten Michael und Doreen im Mixed die saubere Bilanz – wenn auch in drei Sätzen - zum 4:0.

 

Spiel 4 (VfB Merseburg)
4:0

Für letzte Begegnung des Tages und damit die Chance, den Turniersieg klarzumachen, wurde uns ein Team aus Merseburg zugelost. Auch hier blieb unsere Aufstellung für die einzelnen Disziplinen unverändert. Begonnen wurde mit dem Herreneinzel und dem Mixed.

In diesem gelang es mir eine souveräne Spielkontrolle zu entwickeln und meinen Gegner in Bedrängnis zu bringen. Dazu kam wohl auch, dass ich von der hohen Fehlerquote meines Gegenüber profitierte, da er viele Bälle zu weit ins hintere Feldlinien aus beförderte. Mit 21:12 und 21:06 konnte das letzte Einzel des Turniers beendet und meine Einzelbilanz ausgeglichen werden.

Michael und Doreen machten unterdessen ihren vierten Sieg im Mixed klar und brachten uns dadurch auf eine 2:0 Führung.

Jetzt sollte das Herrendoppel die Entscheidung bringen. Nachdem Satz eins zügig zu unseren Gunsten gewonnen werden konnte, "schluderten" Michael und ich in Satz zwei ein wenig herum. Ein bisschen mehr Konsequenz hätte einen dritten Satz womöglich vermieden, aber so mussten wir die endgültige Entscheidung etwas verzögern. Wir mussten nach einem durchwachsenen Satz zwei in den Entscheidungssatz. Und was wir zu leisten vermochten, wenn wir etwas konsequenter waren, zeigten wir gleich zu Beginn. Ein wenig mehr Tempo anziehen und schon wechselten wir nach einem 11:0 Lauf ein letztes Mal die Seiten. Ein paar Ballwechsel später war es dann vollbracht. Der Sieg im Herrendoppel und damit der Gesamtsieg der Begegnung war vollbracht.

Weil die Herren ja noch unbedingt den dritten Satz für dieses Ereignis brauchten, machte es Doreen unterdessen in ihrem Dameneinzel kompromissloser und siegte in zwei Sätzen.

Mit einem erneuten 4:0 Sieg beendeten wir unseren Turniertag.

Der Turniersieg war mit vier Siegen aus vier Spielen makellos und die Freude über das Erreichte riesig. Als Belohnung wurde jedem von uns ein Pokal überreicht und eine Urkunde ausgeteilt. Nach unserem erfolgreichen Abschneiden in Leuna vor einigen Wochen hat es nun erneut eine Pokalausbeute gegeben. Suderbug-Magdeburg, das scheint eine gute Kombination zu sein.

Das Siegerteam bestehend aus magdeburger-suderburger "Turnierbegeisterten"...

Mini-Mannschaftsturnier in Wettin 2018

Fazit
Das Mini Mannschaftsturnier war ein wirklich tolles und innovatives Turnier. Hier zählte nicht nur individuelle Klasse, sondern vor allem die Chemie als Team. Für mich war es eine neue Erfahrung und ich werde sicherlich die eine oder andere Idee mit in die Lüneburger Heide nehmen. Das Turnier hat sehr viel Spaß gemacht, nicht nur des Ausgangs wegen, sondern vor allem vom Spielmodus her. Auch die Anzahl an Spielen war sehr zufriedenstellend. Da es kein K.O.-System gab, war jedem eine feste Anzahl an Matches zugesichert gewesen. Getoppt wurde das alles natürlich von dem Sieg, den wir erstmals als Team errungen haben. Dann ging es mitsamt Pokal im Gepäck zurück in die schöne Heide.

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